Emil Nolde: Skulptur "Birma-Tänzerin"


Emil Nolde: Skulptur "Birma-Tänzerin"

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Für den Bauernjungen aus Nolde muss es ein großes Abenteuer gewesen sein: Von Anfang Oktober 1913 bis in den Sommer 1914 begleitete er die "Medizinisch-demographische Deutsch-Neuguinea-Expedition". Der Künstler Nolde konzentrierte sich ganz auf die Menschen, er zeichnete und aquarellierte sie und war fasziniert von ihren Ritualen. Auf Java konnte er einem königlichen Fest beiwohnen. Dabei beeindruckten ihn, der in seiner Jugend eine Ausbildung zum Holzschnitzer absolviert hatte, die Tänzerinnen und ihr bis in die kleinste Regung kontrollierter Auftritt so sehr, dass er sich auf den Zwischenreisen damit beschäftigte, ihre Grazie in Figuren aus Brennholz aus der Schiffsküche festzuhalten.

Die Liebe und Bewunderung Emil Noldes für die Ureinwohner der von ihm bereisten Länder, spiegeln sich in der kleinen Schönheit der Birma-Tänzerin wieder. Er wohnte einer Tanzaufführung der besonderen Art bei und hielt rückblickend das Gesehene in seinen Lebenserinnerungen fest: ""Auf einem Platz unter Palmen tanzte während einer Nacht eine Tänzerin rassig und wild ihre wirbelnden, grotesken Tänze, bis sie zu einem nur wenig sichtbaren Häufchen zusammenbrach. (…) Das geschah im Freien bei flackerndem Fackellicht und von Pauken begleitet."" Dieser wild ekstatische Tanz faszinierte Nolde derart, dass er wenig später zum Schnitzmesser griff und die grazile Tänzerin aus einem Stück Brennholz heraus formte. Besonders auffällig sind die Augen der kleinen Tänzerin, sie ist die einzige Figur aus Noldes Hand, die funkelnde Granate trägt. Ich freue mich sehr, dass nun nach der Java-Tänzerin die bezaubernde Birma-Tänzerin in hervorragender Qualität für ein ausgewähltes Publikum reproduziert wurde, um diese bislang weitgehend unbekannte Facette in Noldes Werk bekannt zu machen. (Dr. Christian Ring, Direktor der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde)

Skulptur direkt vom Original abgenommen, in Originalgröße reproduziert. Feine Bronze, gegossen von Hand im Wachsausschmelzverfahren. 24 Karat teilvergoldet. Augen mit roten Granaten. Format 8,5 x 28 x 4 cm (B/H/T). Limitierte Auflage 980 Exemplare, nummeriert und mit Signatur sowie der Gießereipunze versehen. ars mundi Exklusiv-Edition, herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Nolde Stiftung Seebüll. Mit nummeriertem Authentizitäts- und Limitierungszertifikat."

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